Kindergarten Schwerpunkt Gluehwuermchen

Pädagogische Schwerpunkte bei den Glühwürmchen


Zeit geben für Spiel und Begegnung

Das Spielen und Beobachten stellt für die Kinder die wichtigste Beschäftigung dar, mit der sie die Welt begreifen, Beziehungen zu anderen aufbauen und sich selbst kennen lernen.
Aus diesem Grund geben wir ihnen die nötigen Freiräume, ihre Umwelt selbst zu erforschen und Erfahrungen sammeln zu können. Gleichzeitig möchten wir sie in ihrem Tun begleiten und unterstützen.

Selbständigkeitserziehung

Ein großes Anliegen in unserer pädagogischen Arbeit ist es, alle Kinder in ihrer Entwicklung zur Selbstständigkeit zu unterstützen.
Ob beispielsweise beim Hände waschen, beim An- und Ausziehen, beim Essen oder beim Aufräumen, wir möchten ihnen die notwendige Hilfe und Unterstützung geben, sie aber auch selber machen lassen.
Das Gefühl, dass schon einiges allein bewältigt werden kann, stärkt das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl.

Beziehungsvolle Pflege

Für uns ist Pflege mehr als nur rasches Wickeln und Händewaschen. Wir möchten die täglichen Situationen nutzen, auf die einzelnen Kinder eingehen und ihnen Aufmerksamkeit schenken. In einem angenehm warmen Raum nehmen wir uns für die Körperpflege die nötige Zeit, was die gegenseitige Beziehung zwischen Erzieherin und Kind stärkt. Diese wird von uns durch sprachliche Zuwendung spielerisch begleitet.
Auch das „Sauberwerden“ ist ein bedeutsamer Schritt in der Entwicklung. In Absprache mit den Eltern, unterstützen wir jedes einzelne Kind auf seinem Weg zum Sauber werden mit unserem sogenannten „Toilettendiplom“. Denn bei jedem Erfolgserlebnis auf der Toilette erhalten die Kinder einen Sticker/Stempel und werden nach 10 erfolgreichen Toilettengängen zum/zur „Toilettenkönig/-Königin“ benannt. Zudem führen wir ein Wickelprotokoll, in das die Eltern und Erzieherinnen Einsicht haben können.

Rituale

Für unsere pädagogische Arbeit in der Krippe sind uns tägliche Rituale sehr wichtig. Rituale geben dem Krippenalltag eine Struktur und somit den Kindern Orientierung und ein gewisses Zeitgefühl. Die immer wiederkehrenden Abläufe in der Krippe, wie das Begrüßungslied im Morgenkreis, das Tischgebet, gemeinsames Vespern/Mittagessen und das Lied zum Einschlafen vermitteln den Kindern das Gefühl von Sicherheit und geben ihnen Halt. Unsere gemeinsamen Rituale lassen in ihnen ein Gefühl von Geborgenheit entstehen und Teil des Ganzen/der Gruppe zu sein.

Behutsame Eingewöhnung

Da für jedes Kind der Übergang aus der Familie in die Kinderkrippe eine große Herausforderung darstellt, ist uns eine auf das Kind individuell abgestimmte Eingewöhnungszeit besonders wichtig. Diese möchten wir so angenehm, wie möglich gestalten, damit das Kind die Trennung gut bewältigen und sich in der Krippe wohlfühlen kann.
Unser Eingewöhnungsmodell basiert auf dem erfolgreichen Konzept des Berliner Eingewöhnungsmodells nach INFANS.
Ziel des Modells ist es, dass das Kind unter dem Schutz einer Bindungsperson mit der neuen Umgebung vertraut wird, sowie auch der Aufbau einer Bindungsbeziehung zur Erzieherin ermöglicht wird.
Die Anwesenheit einer vertrauten Person gibt dem Kind Sicherheit und Unterstützung für die noch unbekannte Situation zu bewältigen.

Eingewöhnungsverlauf

Grundphase:

Die Grundphase der Eingewöhnung dauert 3 Tage. Die ersten 3 Tage spielen für die Eingewöhnung des Kindes eine besonders wichtige Rolle und sollten nicht durch die Trennung von der Bindungsperson belastet werden. Diese Besuche werden auf wenige Stunden begrenzt, in denen das Kind mit einem Elternteil in der Einrichtung anwesend ist.

Trennungsphase:

Am vierten Tag findet der erste Trennungsversuch statt, bei dem sich der Elternteil für kurze Zeit vom Kind verabschieden und den Raum verlassen wird. Je nach Reaktion des Kindes dauert die erste Trennung bis zu maximal 30 Minuten. Die Zeiträume ohne die vertraute Bindungsperson werden in den darauffolgenden Tagen ausgedehnt.

Schlussphase

Am Ende der Eingewöhnungsphase ist der Elternteil nicht mehr anwesend, sollte aber jederzeit erreichbar sein.
Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen wenn das Kind die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert. d.h. wenn die Erzieherin das Kind trösten kann.

 
   
Kürzere Eingewöhnung

 

 
3 Tage Grundphase 4. Tag Trennungsversuch
- 5. bis 6. Tag Ausdehnung der Trennungszeit
- Erzieherin übernimmt die Vesorgung des Kindes


Schlussphase
- Elternteil mit Kind 1-2 Stunden in der Krippe
- Erzieherin nimmt vorsichtig Kontakt zum Kind aug
- Elternteil zeigt eher passives Verhalten, aber schenkt dem Kind volle Aufmerksamkeit

Elternteil verlässt für ca. 30 min. den Raum

Längere Eingewöhnung

- Elternteil hält sich nicht mehr in der Einrichtung auf, ist aber JEDERZEIT erreichbar
 
- 5. bis 6. Tag Elternteil mit Kind in der Krippe
- weiterer Trennungsversuch erst am 7. Tag
- Dauer der Eingewöhnungszeit ca. 2 - 3 Wochen